Bildung

Bildung

Wir Freie Demokraten geben uns  nicht mit einer mittelmäßigen Bildungspolitik zufrieden. Wir haben den Anspruch für die beste Bildung in Baden-Württemberg zu sorgen. Gerade als ehemaliger Realschüler und Schüler eines Wirtschaftsgymnasiums weiß ich um die Bedeutung und die Vorteile eines gegliederten und durchlässigen Bildungssystems. Mein Ziel ist es, dass jedes Kind seines erreichen kann. Dies schaffen wir nicht durch die eine Schule für alle Kinder, sondern durch die passende Schule für jedes Kind.

Ich setze mich deshalb ganz konkret dafür ein,

  • einen Schulfrieden in Baden-Württemberg zu verankern, der verlässliche Rahmenbedingungen schafft. Die ideologisch geführten Debatten über Schulstrukturen müssen endlich der Vergangenheit angehören. Stattdessen soll die Qualität in den Mittelpunkt politischer Entscheidungen gerückt werden. Ich möchte, dass das Land bedarfsgerecht die Ressourcen bereitstellt und die Beteiligten vor Ort (Schulen und Schulträger) über die konkrete Ausgestaltung des Bildungsangebots selbst entscheiden können.

  • ein vielfältiges Bildungsangebot im ländlichen Raum zu sichern und dem Schulsterben entgegen zu wirken. Dazu sollen flächendeckend Bildungsregionen eingerichtet werden und im Rahmen der regionalen Schulentwicklung über die Ausgestaltung des Angebots an weiterführenden Schulen entschieden werden. Außerdem sollte die Bildung von Verbundschulen, insbesondere von Haupt-/Werkreal- und Realschulen erleichtert und Hemmnisse abgebaut werden.

  • die finanzielle Privilegierung der Gemeinschaftsschule zu beenden und stattdessen faire Wettbewerbsbedingungen für alle Schularten zu schaffen. Obwohl ich nicht glaube, dass sich die zahlreichen Hoffnungen erfüllen werden, die sich die Befürworter der Gemeinschaftsschule versprechen, will ich ihr im Rahmen der Bildungsregion Bestandsschutz geben.

  • die Realschulen und Gymnasien zu erhalten und zu stärken. Das von Grün-Rot geplante Zwei-Säulen-Modell aus Gemeinschaftsschulen und Gymnasien schafft nicht nur die Realschule als Schulart ab, sondern entwertet auch das Niveau des Abiturs.

  • das ausdifferenzierte Angebot an beruflichen Schulen zu erhalten. Denn für uns Freie Demokraten beginnt der Mensch nicht erst mit dem Abitur. Wir brauchen neben Akademiker auch gut ausgebildete Handwerker und Facharbeiter. Deshalb sollten auch bei den beruflichen Schulen vor Ort die Schulträger zusammen mit den Unternehmen über die konkrete Ausgestaltung entscheiden. Außerdem muss an allen allgemeinbildenden Schulen für eine fundierte Berufsorientierung durch Praktika in Betrieben und einen an der beruflichen Praxis orientierten Wirtschaftsunterricht gesorgt werden. Es ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler frühzeitig über die Chancen dualer Ausbildungen sowie beruflich orientierter Abschlüsse informiert werden.

  • die Inklusion – also die Integration von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft – praxisnah umzusetzen. Die hervorragenden Sonder- und Förderschulen in Oberschwaben sollten als Angebotsschulen in der bisherigen Qualität erhalten sowie diese als sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren gestärkt werden, indem sie inklusive Bildungsangebote organisieren, koordinieren und begleiten. Außerdem muss meiner Meinung nach die inklusive Bildung verstärkt in die allgemeine Lehrerausbildung aller Schularten aufgenommen werden. Der eigenständige Studiengang „Lehramt Sonderpädagogik“ sollte aber erhalten bleiben.