Feuerwehren fit für die Zukunft machen

Über eine Millionen Menschen engagieren sich deutschlandweit in mehr als 22.000 Feuerwehren - und 95% von ihnen machen das ehrenamtlich. Sie nehmen große  Anstrengungen auf sich und gefährden ihr eigenes Leben um anderen Menschen zu helfen. Dafür haben sie mehr Respekt und Anerkennung verdient, als ihnen derzeit von der Bundesregierung zukommt. Denn die Feuerwehren stehen vor großen Herausforderungen.

Der demographische Wandel wirkt sich spürbar auf die Nachwuchszahlen aus. Gleichzeitig fällt es vielen Angehörigen immer schwerer, das Ehrenamt in den beruflichen oder schulischen Alltag einzubinden. Das öffentliche Bild der Feuerwehren sieht sich einem zunehmenden Respektverlust ausgesetzt. Beleidigungen und sogar Gewalt gegen Einsatzkräfte nehmen zu. Und auch bei einer modernen und vollständigen Ausstattung der Feuerwehren kommt der Bund nur langsam nach: Von 336 dringend benötigten Löschgruppenfahrzeugen hatte der Bund im April noch kein einziges an die Länder ausgeliefert (Bt-Drs. 19/9412).

Auf Initiative des Innenpolitikers Benjamin Strasser hin hat die FDP-Fraktion im Bundestag deshalb einen Antrag für eine modern und attraktiv gestaltete Zukunft der Feuerwehren eingebracht. Konkret geht es den Freien Demokraten um eine verbesserte und modernisierte Ausstattung zur effektiven Brandbekämpfung, aber auch um innovative Strategien für die Nachwuchsförderung. Gerade Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund sind bei den Feuerwehren bisher noch unterrepräsentiert. Wie ihre Teilhabe verbessert werden kann, sollen neue Forschungsvorhaben herausfinden.

 

Benjamin Strasser bemängelte die fehlende Aktivität der Bundesregierung auf dem Gebiet der Feuerwehren: "Die Tatenlosigkeit von Innenminister Seehofer, dessen Heimatabteilung bis heute keinen einzigen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht hat, wird den vielen engagierten Ehrenamtlichen nicht gerecht. Der Bund muss seiner Verantwortung in der ergänzenden Katastrophenhilfe endlich nachkommen. Es reicht nicht, immer nur mit dem Finger auf die Länder zu zeigen und die eigenen Zuständigkeiten unter den Teppich zu kehren", so Strasser.

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