Handwerkskammer Ulm zu Besuch in Berlin

Der Vorstand der Handwerkskammer Ulm übergibt Benjamin Strasser das „Bürokratiegeschenk“.

Der direkte Draht zu den Abgeordneten aus der Region: Das war das Ziel der Vorstandsreise der Handwerkskammer Ulm in deren Rahmen auch Benjamin Strasser mit den Mitgliedern des Gremiums bei einem Mittagessen zusammengetroffen ist.

"Die Bundesspolitik bestimmt massiv die Bedingungen unseres regionalen Handwerks. Deshalb liefern wir regelmäßig unsere Argumente fürs Handwerk dorthin.", so die Bilanz von Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm, zur jüngsten Gesprächsrunde des Vorstands mit den Bundestags-abgeordneten in Berlin. Im Zentrum des Austausches standen unter anderem die Nachteile für Handwerksbetriebe durch die EEG-Umlage, der Fachkräftebedarf sowie ein Pakt für die berufliche Bildung. Ein solcher Pakt müsse jetzt den Hochschulpakt ergänzen. 

Benjamin Strasser erhielt von der Handwerkskammer ein "Bürokratiegeschenk": anderthalb Kilogramm Papier, das exemplarisch den Bürokratischen Aufwand eines Handwerksauftrags durch die öffentliche Hand zeigt: Für 10.000 Euro Umsatz arbeitete ein Handwerker in diesem Fall rund 150 Stunden, davon hatte er 58 Stunden nur Bürokratieaufwand zu leisten. Für den Ravensburger FDP-Abgeordneten ist klar, dass sich der bürokratische Aufwand für kleine und mittelständische Betriebe reduzieren muss: "Der Wink mit dem Zaunpfahl der Handwerkskammer ist genau richtig. Wir dürfen das Handwerk nicht mit immer neuen Regeln überlasten." 

"Aber" - so fügt Benjamin Strasser augenzwinkernd hinzu - "andere Parteien benötigen diesen Wink vielleicht mehr als die Freien Demokraten." Immerhin werbe seine Partei für zahlreiche Vorschläge für weniger Bürokratie. Ein Beispiel dafür ist das "One-In-One-Out"-Prinzip, nach dem für jede neue Verordnung eine ältere Regelung wegfallen muss.

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