Mit Daten auf Verbrecherjagd?

Bild: Markus Vogelbacher  / pixelio.de
Bild: Markus Vogelbacher / pixelio.de

In einer Kleinen Anfrage erkundigte sich Benjamin Strasser über die Entwicklung der Methode des "Predictive Policing" in Deutschland. Hinter diesem Begriff steht die Analyse von Daten von Kriminalfällen zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit zukünftiger Straftaten und der zielgerichteten Steuerung des Einsatzes von Polizeikräften. Unter anderem wollte Strasser wissen, ob und welche Sicherheitsbehörden des Bundes "Predictive Policing" einsetzen und in welchen Bundesländern die softwaregestützte Verbrechensprognose eingesetzt wird.

Die Bundesregierung erklärte dazu unter anderem, dass Sicherheitsbehörden des Bundes Predicitive Policing derzeit weder nutzen noch entsprechende Software entwickeln. Allerdings beobachte das Bundeskriminalamt (BKA) in seiner Zentralstellenfunktion der Sicherheitsbehörden in Deutschland die "nationalen und ausländischen polizeilichen Lösungen und bietet eine Plattform für den Erfahrungsaustausch zwischen Bundes- und Länderpolizeien." Auch mehrere Fachtagungen zum Themenkomplex haben beim BKA bereits stattgefunden.

Benjamin Strasser begegnet Predicitive Policing mit Skepsis. Gegenüber dem Handelsblatt erklärt er: "Nur Polizisten fangen Einbrecher, keine Software. Ich habe große Zweifel, ob Predictive Policing eine sinnvolle Investition ist oder ob das Geld nicht besser in anderen technischen Neuerungen wie Tablets oder verschlüsselten Messenger-Diensten für eine digitale Fahndungsarbeit gesteckt werden sollte."


Mehr dazu:

Wie Big Data für die Verbrechensbekämpfung von Nutzen sein kann - Handelsblatt


#berlin #innenpolitik #predictivepolicing #bka

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