Mit frischen Ideen ins neue Jahr

Benjamin Strasser MdB spricht beim Neujahrsempfang der FDP Ravensburg in der Columbus Holding AG. Foto: Tanja Ruetz

Begehrt waren die Plätze am Donnerstag Abend in der Columbus Holding AG in Ravensburg, wo der Kreisverband der Freien Demokraten in diesem Jahr seinen traditionellen Neujahrsempfang ausrichtete. Über 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Zivilgesellschaft waren der Einladung des Ravensburger Bundestagsabgeordneten Benjamin Strasser und seiner Hamburger Abgeordnetenkollegin Katja Suding gefolgt, darunter zahlreiche Bürgermeister, Unternehmer und Parteifreunde.

Strasser eröffnete die Veranstaltung mit einem begeisternden Appell für mehr Optimismus und Zukunftsorientierung in der Politik. Gleichzeitig betonte er, dass umwälzende Veränderungen wie die Digitalisierung verstärkt als Chance und weniger als Risiko begriffen werden müssen. Passend dazu ist das Motto der FDP für das Jahr 2019 "Chancen Nutzen" - und auch der zentrale Wunsch des Oberschwaben: "Wir müssen 2019 zu einem Jahr der Chancen machen. Politik muss wieder mehr zeigen, was geht und nicht sagen, was nicht geht", betonte er.

Anschließend wies der Oberbürgermeister der Stadt Ravensburg, Dr. Daniel Rapp, in seinem Grußwort auf die historischen Gemeinsamkeiten der so weit entfernt anmutenden Städte Hamburg und Ravensburg hin, die beide als freie Handelsmetropolen schon im Mittelalter eine liberale und kosmopolitische Identität aufgebaut haben, die man bis heute noch spüren kann. Nach einer auflockernden musikalischen Untermalung durch die Musikschule Ravensburg e.V. war anschließend die Bühne frei für die Hauptrednerin Katja Suding, stellvertretende FDP-Parteivorsitzende sowie stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag.

Suding spannte einen breiten Bogen über das vergangene politische Jahr, vom fehlenden Willen für fiskalische Nachhaltigkeit in der Haushalts-, Steuer- und Sozialpolitik der Großen Koalition bis hin zum mühsamen Aushandeln der Grundgesetzänderung und dem damit verbundenen Digitalpakt. In der Familienpolitik ging sie die Sozialdemokraten ebenfalls hart an und kritisierte immer weiter ausufernde Bürokratie durch Gesetze mit vielversprechenden Namen aber unbefriedigendem Inhalt. Das neue "Starke-Familien-Gesetz" etwa kann seinen eigentlichen Zweck wieder einmal nicht erfüllen, familienpolitische Leistungen kommen immer noch nicht da an, wo sie gebracht werden: Bei Kindern, die in armen Verhältnissen leben. Zum Abschluss hielt Suding noch ein flammendes Plädoyer für mehr Frauen in Politik und Parlamenten: "Traut euch, engagiert euch! Die Hälfte der Welt gehört uns Frauen, wir müssen sie uns nur nehmen."

Vom Angebot, persönlich inmitten der zahlreichen Kunstwerke in der Columbus Holding AG bei einem kühlen Getränk mit den beiden Abgeordneten ins Gespräch zu kommen, wurde abschließend noch rege Gebrauch gemacht.

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